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Henry Jeannoire
Autor


Lustige Geschichten

THÜNNES UND SCHÄL
Die lustige Geschichte

Thünnes und Schäl hatten eigentlich nichts mit den beiden geistigen Tieffliegern gleichen Namens zu tun, welche man als amüsantes Duo aus dem Fernsehen kannte. Außer vielleicht, daß der Eine der Beiden so ähnlich wie Thünnes hieß. Lediglich die Tatsache, daß sie immer im Doppelpack auftraten, veranlasste den Zuschauer unwillkürlich eine treffende Titulierung für dieses seltsame Gespann zu ersinnen.

Von dieser Warte aus gesehen war die Bezeichnung Thünnes und Schäl dann wiederum gar nicht so schlecht. In Wirklichkeit waren die Beiden stadtbekannte Immobilienmakler, von denen zumindest der Eine, nämlich Thünnes, einen unwiderstehlichen Drang zur Unseriosität erkennen ließ.

Richard, der in diesem Falle den Schäl darstellte, war der etwas dezenter Auftretende der beiden. Er war, wie Klaus übrigens auch, immer im klassischen, englischen Stil gekleidet. Sein beiger Trenchcoat ging nahtlos in sein beiges Gesicht über und auch das aschfahle Blond seines Haarschopfes setzte nicht wirklich einen Kontrast. Wäre da nicht ab und zu das Burberrymuster seines Mantelfutters hervorgetreten, hätte man diesen Mann nur in seinen Konturen wahrgenommen. Vor einer hellen Sandsteinmauer, wie sie in diesen Breitengraden des öfteren vorkam, wäre er gänzlich unsichtbar gewesen.

Dieser Richard vermittelte einem das Gefühl, als hätte das britische Empire Einzug gehalten in einer verschlafenen, fast dörflichen, vorderpfälzischen Gemeinde. Er verfügte über einen schwarzen, staubtrockenen Humor, den er mit wenigen Worten unters Volk zu streuen vermochte und welches sich, ehe es sich versah, in schallendem Gelächter wiederfand. Dabei pflegte er selbst den lautesten Anteil des Gelächters für sich in Anspruch zu nehmen und zeigte bereitwillig sein lückenloses Gebiss, das, wie sollte es anders sein, mehr beige als weiß war.

Trotz seiner landesuntypischen Tracht war er nicht unsympathisch und ein durchaus unterhaltsamer Gesprächspartner. Seine weltmännische Art hätte man ihm fast abgenommen, wären da nicht diese häufigen Magenverstimmungen gewesen, die ihm etwas von seiner Lässigkeit nahmen. Diese waren es auch, die den aufmerksamen Beobachter gelegentlich seinen wahren Charakter erahnen ließen. Der war nämlich nicht der eines englischen Helden in Strumpfhosen, wie sie das Britische Empire zu Dutzenden hervorgebracht hatte. Nein, es war wohl eher der eines kleinkarierten Buchhalters, welchem beim Anblick von Milimeterpapier der Pulsschlag hochging wie einst Niki Lauda auf dem Nürburgring, kurz bevor er sein rechtes Ohr verlor.

Häufigste Ursache seines Leidens waren die seltsamen Verkaufsmethoden seines Kompagnons Klaus. Dieser nahm auch schon einmal eine Anzahlung eines Kaufinteressenten für ein Haus entgegen, von welchem der Hausbesitzer zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht wusste, daß es zum Verkauf stand.

Dies führte zwangsläufig zu diversen Gerichtsverhandlungen und einem erhöhten Maloxanverbrauch unseres englischen Patienten. Er ärgerte sich nicht grün und blau, sondern bekanntermaßen beige und verdankte dieses zeitweise leblose Antlitz zu einhundert Prozent seinem gedankenlosen Protagonisten.

Klaus nämlich himself war der Erfinder der Leichtigkeit des Seins und ließ keine Zweifel an einem gepflegten Lebensstil aufkommen. Ebenso zweifellos war jedoch auch, daß, wenn es ihm gut ging, irgendeine arme Sau dafür bluten musste. Und wenn es nur das Magengeschwür seines leidgeprüften Partners war.

Klaus war für sich alleine gesehen ein kleiner, glatzköpfiger Gnom mit einem Synagogenschlüssel als Nase. Das Ganze verpackt in englisches Tuch und amerikanische Pferdelederschuhe in Größe 38.

Aber er hatte Charme, war eloquent und für jeden Spaß zu haben. Er war sich nicht zu schade, in der Perückenabteilung eines Kaufhauses eine blonde Langhaarperücke anzuprobieren und sich, von einer eilig herbeigeeilten Verkäuferin, über die Vorzüge derselben aufklären zu lassen.

In seiner unnachahmlichen Art redete er sich unversehens in die Unterhose der Dame und noch am selben Abend durfte sie bereits sein Ejakulat ihr Eigen nennen. Diese überdurchschnittliche Erfolgsquote bei mehr als unterdurchschnittlichem Aussehen brachte so manchen Zeitgenossen ins Grübeln. Viele staunten nicht schlecht, wie er mit ein paar lockeren Sprüchen so manches Röckchen lupfen konnte.

Richard und Klaus waren beide Autonarren und konnten stundenlang über ihre Klassiker erzählen. Natürlich waren auch diese „very british“ und „british racing green“ und „Conolly Leder“ waren Pflicht. Da diese Autos jedoch nicht alltaugstauglich waren, begnügten sich Ihre Lordschaften, wenn sie sich unters gemeine Volk mischten, mit einem Benz und einem Golf.

Gänzlich überrascht waren ihre Hochwohlgeboren, als sie eines schönen Tages mit Richards Wagen in einer Autobahnauffahrt in einen rostigen Nagel fuhren und unversehens ein profaner Plattfuß ihrem ungestümen Vorwärtsdrang Einhalt gebot.

Nun standen sie am rechten Straßenrand der Autobahn an nicht ganz ungefährlicher Stelle und Richard sagte zu Klaus: „ Stell am Besten gleich das Warndreieck auf, damit uns nicht irgend so eine Nase ins Heck rauscht.“

Klaus stieg wortlos aus, holte das Dreieck aus dem Kofferraum und lief die Straße entlang. Richard hatte sich währenddessen mit dem Wagenheber und dem Radkreuz bewaffnet, um den bevorstehenden Radwechsel vorzunehmen. Als Klaus schon ein Stück gelaufen war, rief Richard ihm plötzlich hinterher: „Thünnes, stell das Ding besser nicht in die Kurve, da fahren die Torfköpfe doch nur d’rüber“.

Also lief Klaus etwa 150m die Straße entlang und stellte dort sein Warndreieck ab. Er war keine 50 m zurückgegangen, da vernahm er ein lautes „klapp klapp“ und das, was es eigentlich zu verhindern galt, war postwendend eingetreten. Das erste Auto, das die Straße entlang fuhr, hatte das Dreieck sofort geplättet.

Richard hatte währenddessen den Ersatzreifen montiert und musste nur noch die Muttern ordentlich festziehen. Der freundliche Autofahrer, der das Warndreieck überfahren hatte, hielt schräg hinter Richards Wagen um diesem mitzuteilen, was vorgefallen war.

Klaus war mittlerweile auch wieder eingetroffen und sagte zu Richard: „Scheißegal, wo du das Teil hinstellt, die fahren auf jeden Fall d’rüber“.

In dieser Sekunde kam ein beherzter Opel Omega Fahrer die Autobahnauffahrt hochgeheizt und krachte dem Schilderkiller fast ungebremst ins Heck. Das sah verdächtig nach zwei Totalschäden aus, doch glücklicherweise gab es keine Verletzten und trotz deutlicher Rauchzeichen aus dem Motorraum des Opels von „Quick Nick“, entstand kein Brand.

Thünnes und Schäl waren völlig unbeeindruckt von dem Geschehen um sie herum und sie verhielten sich so, als sei dieser Unfall das Natürlichste auf der Welt. Sie waren mittlerweile wieder in ihren Wagen gestiegen und Thünnes ließ in seiner unnachahmlichen Art die Seitenscheibe herunter. Dabei simulierte er mit der rechten Hand die kreisende Bewegung eines manuellen Fensterhebers und drückte heimlich mit der linken den Schalter für den elektrischen.

Dann sagte er mit leicht nachdenklichem Blick zu den beiden Unfallopfern: „… und Männer, vergesst nicht, ein Warndreieck aufzustellen, denn ihr wisst ja: Ohne, können die nachfolgenden Autofahrer nicht schnell genug langsam machen!“

Die beiden Bruchpiloten schauten sich an und verfolgten dann mit grübelnder Miene Richards Benz, welcher ihnen beim Losfahren lediglich ein wenig Reifenabrieb, eine ordentliche Dunstwolke und einen mysteriösen Unfallhergang hinterließ.

ENDE





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